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20.05.2012

Bis zur 85. Minute stand‘s noch 1:1

SVK gewinnt auch viertes Derby gegen Bredenborn mit 4:1

Kollerbeck (krü). Wie ein Ergebnis doch täuschen kann. Wenn man sich das Kollerbecker 4:1 gegen den Ortsrivalen SV Bredenborn aus der Distanz ansieht, schaut alles nach einem normalen Sieg des Tabellenzweiten gegen die abstiegsgefährdeten "Germanen“ aus. Doch dass es in der 85. Minute noch 1:1 stand und Bredenborn die weitaus gefährlicheren Chancen bis dato hatte, lässt den Sieg der Dölitzsch-Truppe schnell in einem anderen Licht erscheinen. Zweimal Mario Mugabe und die frisch eingewechselten Benedict Lange und Jens Schölzel schraubten innerhalb von 7 Minuten samt Nachspielzeit das Ergebnis auf 4:1 hoch.

Vor der Partie waren die Rahmenbedingungen schnell abgesteckt. Kollerbeck hatte nach dem Stahler Aufstieg den zweiten Platz in der Tabelle sicher, und Bredenborn musste unbedingt noch den ein oder anderen Punkt einfahren, um am Ende nicht unglücklich in die B-Liga abzusteigen. Und genauso spielte sich dann auch das Spiel ab. Die Grün-Weißen taten nicht viel mehr als notwendig und nach der Hochzeit am Abend zuvor möglich war. Und Bredenborn kämpfte und schrie um jeden Ball. Dass dadurch kein schönes Spiel zustande kam, mag den regelmäßigen Sportplatzbesucher nicht groß verwundern.
 
So waren es auch die Gäste, die in einer ereignisarmen ersten Spielhälfte die Mehrzahl an guten Chancen hatte. Zweimal musste Keeper Sascha Niemeier sein Können zeigen, und einmal ging ein Kopfball knapp über die Latte. Kollerbeck dagegen hatte nur zwei Chancen, von denen gleich in der zweiten Minute Lukas Meyer eine unglücklich vergab, und die zweite nutzte Mittelstürmer Mario Mugabe in der 24. Spielminute zur 1:0-Pausenführung. Eine Ecke von Michael Meyer wuchtete der SVK-Goalgetter mit dem Kopf in die Maschen.
 
Nach dem Wechsel waren nicht einmal 60 Sekunden vergangen, als Bredenborn schon ausgeglichen hatte. Auf rechts kam ein Angreifer durch, und ohne Gegenwehr konnte SVB-Mittelstürmer Andreas Relzow zum bis zu diesem Zeitpunkt verdienten Remis einschieben. Danach wurde Kollerbeck noch nervöser und nur mit Glück und einem gut aufgelegten Torsteher Sascha Niemeier zwischen den Pfosten überstand man die durchaus gegebene Chance, ins Hintertreffen zu geraten.
 
Tja, und dann kam die Schlussphase. Es waren schon 85 Minuten gespielt, und niemand hatte eigentlich mehr mit einem weiteren Tor geschweige denn mit einem Sieger Kollerbeck gerechnet. Da war es dann erneut Mario Mugabe, der schon in Dalhausen als zweifacher Torschütze aufhorchen ließ. Aus der Drehung ballerte er das Leder volley unter die Latte. Ein Treffer der Marke „Tor des Monats“. Und jetzt kam es für die bis dahin aufopferungsvoll kämpfenden "Germanen“ knüppeldick. Urplötzlich lief es bei Grün-Weiß. Erst war es dann Benedict Lange, der von Pascal Ewers super freigespielt wurde, und in der zweiten Minute der Nachspielzeit setzte Jens Schölzel dem Ganzen noch die Krone auf. Aus 14 Metern schob er das Leder gekonnt in die Maschen des Bredenborner Tores.
 
Unter dem Strich konnten einem die minutenlang deprimiert am Boden liegenden Gäste leid tun. Eine derartig derbe Klatsche hatten sie nie und nimmer verdient. Kollerbeck wurde dem Gesetz der Serie gerecht, dass Mannschaften, die oben stehen, immer Glück haben. Oder anders ausgedrückt. Glück hat nur der Tüchtige. Wie auch immer, Grün-Weiß hat alle vier Spiele gegen die Ortsrivalen Altenbergen/Vörden und Bredenborn gewonnen. Ein Resultat, das auch noch nicht all zu oft zu verzeichnen war.
 
Der SVK spielte mit Sascha Niemeier, Martin Skatulla, Michael Meyer, Alexander Rheker, Lukas Meyer (67. Christian Föst), Pascal Wegener (67. Jens Schölzel), Marc Neumann, Pascal Ewers,  Mario Mugabe (87. Benedict Lange), Stefan Klocke und Torben Rheker
Und wieder einmal trifft er doppelt: Mario Mugabe