Fußball

Service

Suche



Termine

2018

Oktober

November

03.06.2012

Klarer 5:1 Sieg im Spitzenspiel beim Tabellendritten

SVK weist Amelunxen in die Schranken und stellt Rekordabstand her

Amelunxen (krü). Deutlicher hätte die Zweiklassengesellschaft in der Kreisliga A nicht unterstrichen werden können. Da traf der Tabellendritte im Heimspiel auf den direkt vor ihm platzierten Vizemeister und am Ende stand eine mehr als deftige 1:5-Niederlage zu Buche. Mit nunmehr 22 Punkten Vorsprung hat der SV Kollerbeck den TuS Amelunxen nicht nur am Sonntag auf Distanz gebracht, sondern gleichzeitig auch gezeigt, dass in dieser Spielzeit Welten zwischen den beiden Topteams Stahle und Kollerbeck und den restlichen A-Ligateams liegen. Die Kollerbecker Tore in einem jederzeit überlegen geführten Spiel erzielten Christian Föst, Michael Meyer, Mario Mugabe, Pascal Ewers und Torben Rheker.

Vor der Partie konnte Kollerbecks Trainer Norbert Dölitzsch aus den Vollen schöpfen. Mit Mikael Grunwaldt war auch wieder der Top-Defensivmann an Bord, so dass sich der SVK-Coach erneut auf das zuletzt beliebte Spielchen, heute lassen wir mal zwei, drei Topleute draußen, einlassen konnte. Was anfangs ein wenig Stirnrunzeln hervor rief, lässt immer mehr die konsequente Linie durchscheinen, dass auf diese Art und Weise auch mal der Notfall geprobt werden soll. In Amelunxen standen so zunächst Marc Neumann, Martin Rheker und Lukas Meyer an der Seitenlinie. Ein Luxus, den man sich noch vor Monaten gar nicht zu träumen gewagt hätte.
 
In der ersten Spielhälfte lieferten sich beide Teams gut eine halbe Stunde ein Spiel auf Augenhöhe. Bei reichlich Torchancen auf der einen wie der anderen Seite konnte sich aber keine Mannschaft entscheidend vom Gegner abgrenzen. So war Kollerbeck wohl mit den besseren Chancen gesegnet, aber Amelunxen hätte durchaus auch seine Treffer erzielen können. In der 2. Spielminute war es der aus Bochum angereiste Mikael Grunwaldt, der nur knapp allein vorm TuS-Keeper scheiterte. Danach waren es auf Kollerbecker Seite Stefan Klocke (18. Minute), Michael Meyer (22.) und Mario Mugabe (23.), die am Amelunxer Torsteher scheiterten oder knapp verzogen, während auf Amelunxer Seite vor allem die 39. Spielminute so etwas wie einen Wendepunkt darstellte. 
 
Nach einer ganz dicken Einschussmöglichkeit, kam es zum Bruch im Spiel der Gastgeber. Hatte Kollerbecks Zuschauer Kunibert Meyer diese Szene noch mit dem Ausruf „wir sind ja offen wie ein Scheunentor“ kommentiert,  so klappte nach dieser Schlüsselszene mit einem Male nichts mehr im Amelunxer Spiel. Als hätte man mit einem Schlag Blei in den Beinen, trotteten die Suermann-Jungs fast schon planlos über den Platz. Kollerbeck dagegen drehte ab dann richtig auf. Bis zum Seitenwechsel hätte es dann eigentlich auch deutlich höher als 2:0 stehen können. Nach einer Supervorarbeit von Pascal Ewers war es Christian Föst, der den Bann in der 41. Spielminute brach und zur 1:0-Führung freistehend einköpfen konnte. Kurz vor dem Pausenpfiff des sehr gut leitenden Schiedsrichters erhöhte Geburtstagskind Michael Meyer auf 2:0, als er einen Konter mustergültig abschloss.
 
Nach dem Pausenwechsel setzte Kollerbeck das druckvolle und technisch versiertere Spiel fort und kam so bis zur 60. Spielminute zu einem deutlichen 4:0. Erst war es Mario Mugabe, der seine Serie von Treffern noch einmal um eins erhöhte. Stefan Klocke hatte diagonal auf den am Sonntag offensiv wirkungsvollsten SVK-Angreifer Pascal Ewers gespielt und der legte mustergültig für den SVK-Mittelstürmer vor. Nach den beiden Assists zuvor, war es dann in der 59. Spielminute Pascal Ewers selbst, der das entscheidende 4:0 markierte.
 
Danach nahmen sich die Dölitzsch-Jungs dann aber erst einmal auch eine viertelstündige Pause. Amelunxen kam durch einen leichtsinnigen Abspielfehler im Mittelfeld mit einer 35-Meter-Bogenlampe auf 1:4 heran (67. Minute), aber trotz eines kurzzeitigen Aufbäumens mit so etwas wie dem zweiten Wind, reichte es nicht mehr, den SVK zu gefährden. Im Gegenteil. In der 75. Minute erhöhte der vom Verteidiger zum offensiven Mittelfeldmann umfunktionierten Torben Rheker auf den Endstand von 5:1.
 
Bis zum Abpfiff hätte Kollerbeck dann gut und gerne noch ein, zwei Tore erzielen können, aber ein 5:1 beim Tabellendritten im Spitzenspiel der Kreisliga A zeigt auch so deutlich genug, wer am Sonntag und in der ganzen abgelaufenen Serie Herr im Hause war. Wann hat es das schon einmal gegeben, dass zwischen dem Zweiten und Dritten sage und schreibe 22 Punkte Differenz liegen? Nur schade, dass es den FC Stahle in dieser Saison gegeben hat. Aber angesichts der Überlegenheit in der auslaufenden Serie und angesichts der Perspektiven, die sich für die neue Spielzeit so langsam aufzeigen, kann man schon jetzt sehr gespannt auf die nächste Saison sein.
 
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel; Martin Skatulla, Mikael Grunwaldt (61. Martin Rheker), Michael Meyer, Alexander Rheker (52. Marc Neumann), Christian Föst, Pascal Wegener, Pascal Ewers,  Mario Mugabe (74. Benedikt Lange), Stefan Klocke und Torben Rheker

Beschenkte sich zu seinem 26. Geburtstag mit einem guten Spiel und einem Treffer: Michael Meyer