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30.08.2012

Mühevoller 1:0 Sieg in Altenbergen sorgt weiter für weiße Weste

Krimi im Bergdorf stand bis zum Schluss auf des Messers Schneide

Altenbergen (krü). Der SVK hat die Hürde Altenbergen/Vörden mit weißer Weste übersprungen. In einem echten Nachbarschaftskrimi schafften die Dölitzsch-Jungs einen mühsamen aber nicht unverdienten 1:0-Auswärtssieg. Das Tor des Tages erzielte in der 36. Spielminute Kapitän Marc Neumann nach schönem Solo von Neuzugang Andreas Koch. Obwohl Kollerbeck über weite Strecken das Spiel bestimmte, blieb die Partie bis zur 94. Spielminute überaus spannend, weil die junge Truppe aus Altenbergen und Vörden bedingungslos kämpfte und sich so auch die ein oder andere gute Torchance erarbeitete.

Vor dem Spiel sah eigentlich alles sehr vielversprechend auf Kollerbecker Seite aus. Bis auf den noch längere Zeit verletzten Sturmführer Pascal Ewers (nach seiner Bänderdehnung aus dem Vorbereitungsspiel gegen Peckelsheim begann der lange Schlacks in dieser Woche mit vorsichtigem Training)  waren alle Mann an Bord. Und so verfuhr Norbert Dölitzsch getreu der Maxime "never change a winning team"  und brachte weitgehend die gleiche Startformation auf den Platz wie in den ersten drei erfolgreichen Spielen.
 
Nach sehr gutem Start mit drei schönen Einschussmöglichkeiten durch Stefan Klocke (zweimal) und Christian Föst verflachte das Spiel der Kollerbecker nach 15 Minuten. Altenbergen kam dann überraschend ins Spiel, als die Kollerbecker Deckung zweimal kurz hinter einander durch Ausrutscher von Defensivchef Martin Rheker dicke Löcher offenbarte. Hier hatte der SVK Glück, dass die Gastgeber nicht zum Führungstreffer kamen. Die größte Chance der Mannschaft aus dem Bergdorf machte Keeper Jens Schölzel in der 33. Minute mit einer Superparade zunichte, als er das Leder so eben noch aus dem Winkel fischte.
 
Der Treffer des Tages fiel für das tabellarische Spitzenspiel Dritter gegen Zweiter typisch. Auf rechts tankte sich Verteidiger Andreas Koch durch. Praktisch als Kopie seines Treffers vom letzten Sonntag stand der kampfstarke Neuzugang urplötzlich frei vor dem guten Altenberger Keeper Sebastian Rosche. Doch Kochs Schuss konnte in guter Handballtorhüter-Manier abgewehrt werden. Der Abpraller kam zu Kapitän Marc Neumann, der in zweiter Linie etwa 20 Meter vor dem Tor lauerte. Dessen Direktschuss ging zunächst an den Pfosten und von dort sprang das Leder dem Keeper des SVA an die Brust und von dort ins Netz.
 
Dass dieses kuriose Tor das einzige Tor des Tages bleiben sollte, war zu diesem Zeitpunkt unwahrscheinlich, da Kollerbeck im zweiten Spielabschnitt „bergunter“ spielen konnte. Und dieser topografische Vorteil machte sich nach dem Wechsel auch zunächst dadurch bemerkbar, dass Kollerbeck über weite Strecken sich nur in der Hälfte der Gastgeber aufhielt. Doch als etwa 20 Minuten nichts Zählbares aus dieser optischen Überlegenheit heraus sprang, bekam Altenbergen/Vörden den zweiten Wind.
 
In der 65. Spielminute hatte der Meyer-Club dann auch die nächste dicke Chance, und zwischen der 72. und 74. Minute hätte es eigentlich zum Ausgleich „rappeln“ müssen. Wie vor allem der Schuss vom Rechtsaußen aus spitzen Winkel in der 74. Minute am Tor vorbei gehen konnte, fragen sich immer noch die meisten der etwa 100 Zuschauer. Hier hätte sich niemand über ein 1:1 gewundert oder beschwert.
 
Kollerbeck konnte durch die Bank gegenüber dem Sonntagsieg gegen Nethetal höchstens 70 Prozent der Leistungsstärke abrufen. Von der Abwehr übers Mittelfeld bis zur Offensive blieben sämtliche Kicker in Grün-Weiß unter ihren Möglichkeiten. Das Spiel war sehr zerfahren, wozu die immer wieder sofort auf den Mann gehenden Gastgeber mit ihrem unbequemen Pressing nicht unwesentlich beitrugen. Kollerbeck war zwar technisch versierter, aber dennoch verstanden es die Kollerbecker Mittelfeldstrategen am Donnerstagabend nicht, dem Spiel Ordnung zu geben. Vielleicht haben aber auch die vier Spiele in zwei Wochen ihren Tribut gefordert. Wobei Altenbergen allerdings genauso viele Spiele absolvieren musste.
 
Unter dem Strich sind aber trotzdem drei Punkte zu bejubeln. Auf welche glückliche Art und Weise diese eingefahren wurden, interessiert in zwei Wochen kaum noch jemand. Nur meist rächen sich solche Ergebnisse. Über die Saison verteilt gleichen sich Glück und Pech oftmals aus. Und was diesmal gut ging, kann schon im nächsten Spiel als Pech bejammert werden.
 
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel, Alexander Rheker, Martin Rheker, Dominik Abitz, Andreas Koch, Marc Neumann, Stefan Klocke (82. Sven Abitz), Michael Meyer, Christian Föst, Jan Dyballa (90. Martin Skatulla), Raphael Föst (76. Mario Mugabe)

Seine Pflichtspieltore sind an wenigen Fingern abzuzählen, heute aber machte er ein ganz wichtiges: Kapitän Marc Neumann