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04.11.2012

Kollerbeck gewinnt gegen Dalhäuser Torhüter mit 2:1 und bleibt oben dran

Wieder einmal zu viele Chancen liegen gelassen

Dalhausen (krü) Hochverdient, aber vom Ergebnis her nur knapp, konnte der SV Kollerbeck sein letztes Hinrundenspiel bei der Spielgemeinschaft SG Dalhausen/Tietelsen/Rothe mit 2:1 Toren gewinnen. Bei fiesem Novemberwetter erzielten Sven Abitz und Marc Neumann vor nur 50 Zuschauern die Tore gegen einen Gastgeber, der sich bei seinem Torhüter bedanken konnte, dass es bei einem so engen Ergebnis blieb. Nach der Chancenwertung hätte es auch locker ein 14:2 für die Dölitzsch-Truppe geben können.

In der ersten Halbzeit schafften es die Fusionierten aus den Beverunger Bergdörfern geschlagene 30 Minuten nicht, sich effektiv in die Kollerbecker Spielhälfte vor zu arbeiten. Die „Grün-Weißen“ dominierten Ball und Gegner, ohne allerdings frühzeitig den Sack zu zu machen. Im Gegensatz zu den letzten eher durchwachsenen Spielen lief diesmal das Leder und anstelle der so unbeliebten langen Bälle war auch ein durchaus gefälliges Kombinationsspiel zu beobachten. 
 
Und so dauerte es auch nicht lange, ehe die ersten Chancen zu vermelden waren. In der 8. und 9. Spielminute war es Abwehrrecke Martin Rheker, der zweimal kurz hinter einander nur denkbar knapp am Erfolg gehindert wurde. Nach Ecken von Michael Meyer stand der lange Schlacks urplötzlich frei, doch sein Schuss beziehungsweise sein Kopfball konnten in höchster Not von SG-Verteidigern für den schon geschlagenen Torhüter von der Linie gekratzt werden.
 
Früh ausgewechselt werden musste in der 14. Spielminute Mittelstürmer Lukas Meyer, als er nach einem kurzen Antritt mit einer Oberschenkelzerrung liegen blieb. Für ihn dürfte die Winterpause schon zwei Wochen früher begonnen haben. Der für ihn eingewechselte Sven Abitz reihte sich nahtlos in das Spiel der Kollerbecker ein und nicht nur sein Tor zur mehr als verdienten Führung in der 35. Spielminute zeigt, dass er jederzeit die Jokerrolle ausfüllen kann. Jetzt wird er gewiss in den letzten beiden Spielen in Hembsen und gegen Amelunxen von Anfang an in der Startformation stehen und so die Chance bekommen, sich in den Vordergrund zu spielen.
 
Bis zum Seitenwechsel kam Kollerbeck noch durch Pascal Ewers (26. und 43. Minute), sowie durch Michael Meyer (39. Spielminute) zu schönen Einschussmöglichkeiten. Doch jedes Mal fanden die beiden im Keeper der Gastgeber ihren Meister. Und wie es dann oftmals so kommt, so kam es auch diesmal. Völlig überraschend und quasi aus heiterm Himmel kam Dalhausen/Tietelsen/Rothe zu einer Ecke und als Kollerbeck nicht gleich das Leder aus der Gefahrenzone bekam, zappelte mit einem Male der Ball im Kollerbecker Netz. Und zu allem Überfluss fiel dieser Gegentreffer dann auch noch praktisch mit dem Pfiff zum Pausentee. Psychologisch also alles andere als günstig.
 
Doch wer befürchtet hatte, dass dieser Gegentreffer so etwas wie einen Knacks bedeuten würde, sah sich im zweiten Durchgang glücklicherweise schnell eines besseren belehrt. Vier hochkarätige Chancen waren allein zwischen der 46. und 53. Spielminute zu verzeichnen. Zweimal scheiterte Sven Abitz freistehend am Torhüter der Gastgeber und Christian Föst und Michael Meyer verstanden es auch nicht, dass ihre dicken Chancen irgendwie vom Keeper der SG angezogen wurden. Es waren weniger die großen Superparaden, mit denen der Torsteher auf sich aufmerksam machte, sondern oftmals waren es einfach Situationen, in denen er von den Kollerbecker Angreifern angeschossen wurde.
 
Einen ersten Vorgeschmack Marke Hitchcock gab es dann aber in der 56. Spielminute, als mit einem Male der Rechtsaussen der Gastgeber frei vor Sascha Niemeier auftauchte. Sein Ball ging zwar in die Maschen, aber zur Erleichterung der wenigen mitgereisten Kollerbecker Zuschauer hatte der Schiedsrichter auf Abseits entschieden. Obwohl Kollerbeck über die gesamte Spielzeit überlegen und spielbestimmend war, drohte doch immer das Damoklesschwert eines Dalhäuser Gegentreffers.
 
Nachdem in der 63. Minute Pascal Ewers noch mit einem Abpraller am Keeper der Fusionstruppe gescheitert war, war es dann in der 67. Spielminute dann doch endlich soweit. Kapitän Marc Neumann drückte einen erneuten Abpraller vom Torwart über die Linie. Zuvor war Raphael Föst am Keeper gescheitert. Danach zog die Dölitzschtruppe noch einmal merklich das Tempo an und drückte Kollerbeck auf die Entscheidung, doch wie in der gesamten zuvor abgelaufenen Spielzeit blieb es bei Chancen, die nicht ins Tor gehen wollten. Zweimal Pascal Ewers im Liegen (77. Minute) und drei Minuten später dann Martin Skatulla per Kopf  scheiterten.
 
Und zu allem Überfluss bekam der Gastgeber eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit dann noch die Gelegenheit, aus gut 20 Metern frei abziehen zu können. Doch in dieser entscheidenden Situation bewies Keeper Sascha Niemeier, dass er immer noch ein Garant für entscheidende Spielszenen ist. Mit einer Superparade lenkte der Kollerbecker Torhüter das Leder so eben noch zur Ecke. Nicht auszudenken, wenn dieses Spiel am Ende unentschieden ausgegangen wäre. So bleibt es in der A-Liga beim Vierkampf an der Tabellenspitze. Nach den Siegen von Brenkhausen/Bosseborn (4:1 im Spitzenspiel gegen TIG Brakel) und Altenbergen/Vörden (3:1 gegen Bergheim) ist jetzt nach Beendigung der Hinserie noch alles drin. Jetzt heisst es „nur“ noch, die beiden restlichen Partien vor der Winterpause ohne Punktverluste zu überstehen, dann  kann es im nächsten Frühjahr zum hoffentlich spannenden Aufstiegsvierkampf kommen.
 
Der SVK spielte mit: Sascha Niemeier, Martin Rheker, Dominik Abitz, Andreas Koch, Marc Neumann, Martin Skatulla, Michael Meyer, Christian Föst, Pascal Ewers, Lukas Meyer (14. Sven Abitz), Raphael Föst (75. Stefan Klocke)

Rettete die drei Punkte und ist (fast) immer gut gelaunt: Sascha Niemeier (hier bei der Verabschiedung von Mikael Grunwaldt)