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15.06.2016

Neun Kollerbecker bereiten sich auf Mallorca auf den Sommer vor

Mehr als 6300 Kilometer mit dem Rad über die Insel 

(krü) Alcudia. Mallorca ist und bleibt das Mekka der Radrennfahrer! Trotz einiger widriger Begleiterscheinungen waren neun Kollerbecker Malle-Fahrer auch dieses Jahr wieder durchweg begeistert von den neun Tagen auf der Insel im Mittelmeer. Mit insgesamt 6330 gefahrenen Kilometern wurde das letztjährige Ergebnis sogar noch deutlich übertroffen. Diese Gesamtstrecke ist umso bemerkenswerter, wenn man berücksichtigt, dass das Wetter diesmal in der ersten Maiwoche doch den einen oder anderen Regentag parat hielt und die Temperaturen auch um 10 Grad unter denen des Vorjahres lagen. So blieb es dann auch nicht aus, dass einige Fahrer erkältungsbedingt auch mal pausieren mussten.
Mit haargenau der gleichen Truppe wie im letzten Jahr hatten sich Elmar und Brigitte Klocke, Johannes Lensdorf, Georg Fuhrmann, Josef Struck, Johannes Niemann, Axel Thomas und Maria und Konrad Krüger am Freitag vor dem ersten Mai über Paderborn auf den Weg in Richtung Alcudia gemacht. Dort wartete dann spätabends auch schon die erste Überraschung auf die Angereisten. Vier von fünf der gebuchten Zimmer waren Notbehelfe, die daraus resultierten, dass die Reiseveranstalter ihre Angebote mittlerweile in dieser Region gnadenlos überbuchen. Die Krise im türkisch/arabischen Raum schlägt voll auf die Auslastung im sicheren Mittelmeer durch. 
So hieß es dann am Tag danach nicht nur anstehen, um die Mieträder abzuholen, sondern auch noch, umziehen in komfortablere Zimmer. Doch derartige Erfahrungen gerieten spätestens dann ins Hintertreffen, als es endlich auf die Piste ging. Leistungsmäßig aufgeteilt in drei Gruppen ging man ein wenig skeptisch die erste Tagesetappe an. Aufgrund des kalten Frühjahrs in Deutschland und sportlich mehr am Hermannslauf ausgerichtet, fehlten den meisten einfach die entsprechenden Trainingskilometer in den Beinen. Doch dieses befürchtete Manko war gleich am ersten Abend vergessen, als man sich wieder gemeinsam in der Radfahrerkneipe „Boy“ eingefunden hatte. 
Und so konnte es auch gar nicht ausbleiben, dass die Ambitioniertesten wie Johannes Niemann und Josef Struck von Tag zu Tag eine Leistungskategorie höher an den Start gingen. Highlight war für die beiden dann die obligatorische Königsetappe am Donnerstag, als 187 Kilometer kreuz und quer über die Insel unter die Räder genommen wurden. Und das bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 30 km pro Stunde bei gut 2500 Höhenmetern, was auf den schmalen Straßen und viel befahrenen Wegen durch die Felder eine enorme Leistung ist. 
Aber auch die anderen Kollerbecker Fahrer nahmen bemerkenswerte Eindrücke mit nach Hause. So bleibt die Überfahrt des Col de Soller und der daran anschließende 15 Kilometer lange Anstieg von Soller zum Puig Major hoch und die Abfahrt über das Kloster Lluc bis zum Hafen von Pollenca in bleibender Erinnerung. Neben diesen Eindrücken auf zwei Rädern wird man sich auch noch lange an den Besuch von Palma de Mallorca oder der besten Eis-Manufaktur Europas in Soller am Regentag erinnern. Nicht zu vergessen, der Besuch der Musikkneipe „Barracuda“ im Nachbarort Can Picafort am Abend. 
Kurzum, die diesjährige Malle-Fahrt hat nicht nur den Grundstock für eine hoffentlich schöne und lange Radsaison 2016 gelegt, sondern auch wieder viele anderweitige Eindrücke beschert. Und dass alle heil und unversehrt wieder nach Hause zurückgekehrt sind, ist angesichts der stetig steigenden Zahl an Radfahrern auf der Insel alles andere als selbstverständlich. 


 
Das Foto zeigt die Kollerbecker Mallorca-Fahrer vor dem Hotel in Alcudia direkt vor der Rückreise nach Deutschland v. l. n. r.:
Axel Thomas, Brigitte Klocke, Elmar Klocke, Josef Struck, Johannes Lensdorf, Johannes Niemann, Maria Krüger, Georg Fuhrmann und Konrad Krüger.